Adventsgottesdienst der Bodelschwinghschule

Am 10. Dezember fand der diesjährige Adventsgottesdienst unserer Schule statt. Wir durften in der katholischen Kirche St. Maria in Murrhardt zu Gast sein. Der Kirchenraum und das Orgelspiel haben uns sehr beeindruckt.

In den letzten Wochen haben wir Schülerinnen und Schüler der Berufsschulstufe mit unseren Lehrerinnen und Lehrern und Betreuerinnen und Betreuern das Krippenspiel „Freu dich, Erd und Sternenzelt!“ eingeübt. Wir haben Texte auswendig gelernt, Lieder eingeübt, Gebärden, Gesten und Mimik geübt, Kostüme ausgesucht, Kulissen gebaut und vieles mehr. Das war eine spannende Zeit.

Am Vormittag haben wir ein letztes Mal in der Kirche geprobt. So langsam waren wir alle aufgeregt. Am Nachmittag war es dann endlich soweit. Der Gottesdienst begann mit Orgelmusik, Liedern und Gebeten. Pfarrer Jose und Pfarrerin Bergmann gestalteten die Liturgie. Dann war es endlich soweit. Das Licht ging aus und das Krippenspiel begann.

Der Bote des Kaisers verkündete in Nazareth, dass alle Leute sich auf den Weg in ihren Heimatort machen müssen, um sich dort in Steuerlisten einzutragen. Da packten die Handwerker – ein Holzfäller, eine Töpferin, eine Weberin, ein Schreiner und ein Bauer – notgedrungen ihre sieben Sachen zusammen und machten sich auf den Weg.

Auch Maria und Josef mussten sich auf den Weg nach Bethlehem machen. Das war ein weiter Weg – bis zum Mond – wenn man den Bildern glauben darf, die im Hintergrund auf der Leinwand abliefen.

In Bethlehem angekommen, fanden sie keine Herberge. Zwei brummige Wirte schimpften und schickten sie fort. Zum Glück hatte endlich eine Wirtin Mitleid mit ihnen und bot Maria und Josef ihren Stall an. Dort war es wenigstens warm und trocken. Während die Gemeinde ein Lied gesungen hat, wurde das Kind geboren.

Jetzt hatten die Hirten ihren Auftritt. Schafe und Hirten waren auf der Leinwand zu sehen und zu hören. Auch am Lagerfeuer in der Kirche saßen Hirten. Plötzlich erschien ein helles Licht und die Hirten erschraken sehr. Engel erschienen und verkündigten, dass der Retter in Bethlehem geboren ist. Die himmlischen Heerscharen sangen ein sehr modernes „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden“, was gut ankam – bei den Hirten und bei der Gottesdienstgemeinde.
Die Hirten eilten schnell nach Bethlehem, fanden das Kind , beteten es an und brachten ihm Geschenke. Was sie in Bethlehem gesehen hatten, erzählten sie allen Menschen, denen sie auf ihrem Rückweg zu ihren Schafen begegneten.

Inzwischen haben drei weise Sterndeuter aus dem Morgenland – oder besser gesagt: auf der Empore der Kirche – einen neuen Stern entdeckt, einen Königsstern. Sie folgten dem Stern, fanden das Kind in der Krippe im Stall von Bethlehem und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myhrre zum Geschenk. Sie erkannten : das größte Geschenk aber macht uns Gott in dem Kind in der Krippe, das Freude, Frieden und Hoffnung in die Welt bringt.

Für uns alle war es ein tolles Erlebnis, diesen Gottesdienst gestalten und feiern zu dürfen und mit dem Krippenspiel einmal richtig Theater zu spielen.
Wir sind stolz, dass wir das geschafft haben.

Stimmen der Schülerinnen und Schüler

Selim:
Ich war der Kellner und musste Josef und Maria anschimpfen.
Ich durfte sagen: „Was wollt ihr so spät in der Nacht? Mein Haus ist voll. Haut ab!“
Und anziehen musste ich eine Schürze und ein Abtrockentuch über meiner Schulter tragen.
Für mich war das sehr schön gewesen.

Lara:
Ich war Bote und habe mit der Klingel geläutet und dann meine Texte gesagt und nochmal geläutet. Dann bin ich wieder zurück auf meinen Platz gelaufen.
Außerdem war ich noch Sterndeuter. Wir waren oben auf der Empore. Da habe ich meinen Mantel angezogen und meine Krone auf den Kopf gesetzt. Dann habe ich noch meinen Text gesagt und bin ein bisschen später runter gelaufen und dem Stern gefolgt. Der Stern blieb über Maria, Josef und dem Christkind stehen. Wir haben dem Christkind Gold, Weihrauch und Myhrre gebracht.
Es war sehr toll.

Philipp:
Ich war in unserem Krippenspiel der Bauer und ein Wirt. Als Wirt musste ich schimpfen. Frau Rühl hat den Text auf meine Talker gesprochen, so konnte ich ihn dann sagen. Das fand ich lustig.
Als Bauer hatte ich eine Kiste mit Gemüse auf dem Schoß. Die war ganz schön schwer.
Wir mussten ganz schön viel üben, aber das Krippenspiel war toll, und meine Eltern waren sehr stolz auf mich!

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